Vor einiger Zeit fanden wir unser Vogelfutterhaus morgens leer vor, während es am Abend zuvor noch etwa zur Hälfte gefüllt war. Da unsere übliche Kundschaft (Spatzen, Meisen, Rotkehlchen und gelegentlich mal ein Eichhörnchen) sich bis dato nur tagsüber bedient hatte, wurden wir etwas mißtrauisch.
Der erste Schritt zur Aufklärung dieses mysteriösen Verschwindens bestand offenbar darin, das Phänomen zu reproduzieren. Also haben wir das Vogelfutter wieder aufgefüllt, und, wenig überraschend, am nächsten Morgen war das Futterhäuschen wieder leer.
Die nächste Reaktion war also, nur noch soviel Futter nachzufüllen, wie die Vögel im Laufe eines Tages vermutlich verzehren würden, und dem nächtlichen Besucher somit nur bescheidene Reste zu überlassen.
Aber so pragmatisch diese Lösung auch scheinen mag, so kann sie sicher nicht die natürliche Neugierde befriedigen, wer der Mitesser sein könnte. Um das Herauszufinden, schien der Kauf einer Wildkamera ein probates Mittel zu sein.
Und so wurde er erwischt, der maskierte Vogelfutterdieb:
So niedlich der Kleine und sein Azubi nun auch sein mögen, eigentlich möchten wir die beiden nicht füttern. Mal sehen, welche Gegenmaßnahmen uns einfallen, und wie gut die dann funktionieren werden…
DtlfMhl